Eingliederungshilfe

Das vordergründige Ziel der Eingliederungshilfe ist, die Bewohner*innen dahingehen zu fördern, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten und je nach individueller Entwicklung, in eine weniger betreute Wohnform zu wechseln. Hierzu sind spezielle Arbeitsmöglichkeiten und Förderprogramme etabliert, in denen Zuverlässigkeit, Ausdauer und die Bewältigung lebenspraktischer Fähigkeiten eingeübt wird.

Nicht zuletzt unterstützt unser multiprofessionelles Team insbesondere bei der Bewältigung von Krisen und im Umgang mit der Erkrankung. Unser Ziel ist die Wiederherstellung von Autonomie, die Stärkung der Belastbarkeit sowie die Vermeidung von Verwahrlosung und Rückzugstendenzen.

Aufgrund der Struktur und Größe der Einrichtung sind wir in der Lage, unseren Bewohner*innen, die nicht werkstattfähig sind und nur ein bis zwei Stunden am Tag arbeiten können, ergänzend zu den Fördergruppen verschiedene Arbeitsmöglichkeiten im Haus anzubieten.

In unserer hauseigenen Wäscherei können eine Vielzahl unserer Bewohner*innen in Arbeit in unterschiedlichster Form integriert werden. Auch in unseren Wohnbereichsküchen finden unsere Bewohner*innen die Möglichkeit ihren Fähigkeiten und Grenzen entsprechend arbeiten zu können.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Bewohner*innen mit Aufgaben betraut und im ganzen Haus in unsere verschiedene Förderangeboten integriert sind. Aus diesem Grund übernehmen viele Bewohner*innen Botengänge und Transporte oder begleiten ihre Mitbewohner*innen, die Hilfe benötigen zum Speiseraum oder zu den Therapieangeboten.

Unsere Bewohner*innen der Eingliederungshilfe, die bereits eine gewisse Selbständigkeit und psychosoziale Stabilität entwickeln konnten, wohnen mit 13 Bewohner*innen auf einem besonderen Wohnbereich, auf dem sie befähigt werden, sich möglichst selbständig zu versorgen und ihre Freizeit eigenverantwortlich zu gestalten. Tagsüber besuchen die meisten dieser Bewohner*innen eine Werkstätte.

Neben dieser Option ist seit einigen Jahren eine Intensivfördergruppe gegründet worden, in der eine Gruppe von 10 Bewohner*innen alltagspraktische Tätigkeiten wie Einkaufen, Umgang mit Geld, Kochen, Backen, Wäscheversorgung und Zimmerreinigung einüben. Zentral dient diese Gruppe auch dazu Sozialkontakte zu knüpfen und eigenständig Ausflüge und Freizeitaktivitäten zu organisieren. Dies stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und Selbstbewusstsein und bedeutet für einige der Bewohner*innen auch bereits den Schritt in die Selbständigkeit mit ambulanter Betreuung im Rahmen des Selbstbestimmten Wohnens.


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